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Der Fußball hat viele Eltern – Fußball und Migration

06.07.2010 18.30 Uhr freiLand (Friedrich-Engels-Str.)

Vortrag: “Der Fußball hat viele Eltern - Fußball und Migration

Von ehemals 204 Nationalmannschaften werden im Juni und Juli 32 Teams, um die Fußballkrone spielen. Alle fünf Kontinente sind vertreten, wenn es wieder heißt ein Spiel dauert 90 Minuten und vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Die Wurzeln des Fußballs lassen sich auch auf fast jeden Kontinent zurückverfolgen. Doch das Heimatland des beliebten Ballsports ist für viele England. Dort begann für das runde Leder sein Siegeszug nach Europa und später für die ganze Welt. Doch die schönste Nebensache der Welt hat auch seine Schattenseite: Diskriminierung von Fußballern mit Migrationshintergrund, die den jeweiligen Fußball des Landes bereichert haben, Menschenhandel mit jungen Talenten aus Afrika für den europäischen Spitzenfußball, aber auch die stiefmütterliche Behandlung des Frauenfußballs.

Die Referenten sind Mitglieder der Gruppe „Ultras Babelsberg“ und organisierten im März die Ausstellung „Ballarbeit – Szenen aus Fussball und Migration“

Der Eintritt ist auf allen Veranstaltungen in dieser Reihe kostenfrei. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

“Tatort Stadion - Rassismus und Diskriminierung im Fussball” & “Football is Freedom”

24.06.2010 ab 18.30 Uhr freiLand (Friedrich-Engels-Str.)

Der Vortrag bietet einen Überblick über die verschiedenen Ausdrucksformen der Diskriminierung in Europas Fußballstadien. Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie sind im Stadion nicht weiter verbreitet als in der Gesamtgesellschaft auch, sie treten nur lautstärker zu Tage. Kein Wunder, dass Fußballstadien immer wieder von organisierten Neonazis als Raum politischer Agitation und zur Rekrutierung neuer Mitglieder genutzt wurde.

Nicht nur rassistische Tendenzen in den jeweiligen Fanszenen, sondern auch die Rolle von Spielern, Funktionären und Medien bei der Verbreitung rassistischer Ressentiments werden kritisch hinterfragt.

Ausgehend von den Anfängen rassistischer Schmähungen in Deutschland in den 80ern, wird die heutige Lage analysiert und auch auf die Situation in den Stadien des übrigen Europas hingewiesen.

Weiterhin soll die Reaktion diverser Vertreter der sogenannten “Fußballfamilie” auf rassistische Vorfälle thematisiert werden. Gegenströmungen und -initiativen aus der Fanszene werden ebenfalls vorgestellt.

Die Referenten sind Mitglieder des Bündnisses aktiver Fußballfans (BAFF), schreiben für diverse Fanzines und haben die Ausstellung “Tatort Stadion - Rassismus und Diskriminierung im Fußball” mitgestaltet.

Film: “Football is Freedom”

Das Fanprojekt Darmstadt und die Aktionsgemeinschaft bewegungsorientierte Sozialarbeit e.V. haben mit Mitgliedern der Lilienfanszene einen Film zum Thema Diskriminierung im Fußball gedreht.

In der gut einstündigen Dokumentation “Football is Freedom” liegt der Fokus auf den Thematiken Rassismus, Sexismus und Homophobie. Auch die Möglichkeiten von Fans und Vereinen diesen Phänomenen entgegenzuwirken, werden aufgezeigt.
Über fast zwei Jahre hinweg wurden zahlreiche Interviews mit Betroffenen und Experten geführt. So berichtet die Fußballweltmeisterin Steffi Jones, ebenso wie Spieler des Darmstädter Vereins FC Bursaspor von ihren persönlichen Erfahrungen. Ein Aussteiger aus der rechtsextremen Szene schildert wie Neonazis im Stadion gezielt Nachwuchs rekrutieren und der Sportjournalist Ronny Blaschke rückt die Verhältnisse im Fußball in einen gesellschaftlichen Gesamtkontext.

Durch zahlreiche weitere Interviews entstand ein facettenreicher Film, der mehr will als informieren. Er will Anstoß sein um über Themen wie Homophobie und Sexismus zu reflektieren und zu diskutieren. Er richtet sich nicht nur an Fußballfans sondern will breite Bevölkerungsschichten – ob alt oder jung – für diese Thematik sensibilisieren und ermuntert sie selbst für eine tolerante Gesellschaft aktiv zu werden.

Der Eintritt ist auf allen Veranstaltungen in dieser Reihe kostenfrei. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.